Die Suchterkrankung Alkohol
„Zwanzig Jahre trocken, aber trotzdem bin ich noch Alkoholikerin“
Wir sitzen alle im Stuhlkreis, in der Mitte brennen die Kerzen unseres Adventkranzes. Doch was Frau P. aus ihrem Leben erzählt, passt so gar nicht zu den warmen Flammen der Kerzen.
Frau P. ist Alkoholikerin und spricht über ihre Sucht in der Klasse 8a.
Frau Lienesch-Rezniczek lud die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe für Alkohol- und Medikamentenabhängige des Freundeskreis Aachen e.V. ein. Dieses Treffen fand im Rahmen unseres Biologieunterrichts zum Thema: „Sucht macht unfrei“ statt.
Ich fand es gut, dass wir sie mit unseren Fragen „löchern“ konnten und sie auf alles ehrlich geantwortet hat. Vanessa K.
Frau P. fing mit dem Alkohol in meinem Alter an. Rene B, 14 Jahre.
Führerschein 2x weg, Auto kaputt, Familie kaputt, Freunde verprellt, Schulden. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man nicht schon früher erkennt, dass man süchtig ist. Kira M.
Glücklicherweise ist Frau P. in Therapie gegangen, sonst wäre sie jetzt schon nicht mehr unter uns. Dennis
Ich finde auch, dass Alkohol in unserer Gesellschaft „verniedlicht“ wird. Fabian L.
Ich habe viel Selbstbewusstsein, ich muss nicht trinken, um dazuzugehören. Leandra
Ich hatte bisher nur von den „Anonymen Alkoholikern“ gehört. Jetzt weiß ich, dass es noch viel mehr Selbsthilfegruppen gibt. Jens
Ein Mon Cherie und schon hätte Frau P. einen Rückfall. So etwas kann man sich gar nicht vorstellen. Kimberley
Frau Lienesch, meinen sie, dass Frau P. gesundheitlich so gut weggekommen ist, weil sie früher Sportlerin war? Aaruran J.
Ich find es gut, dass Frau P. da war. Das ist so wie mit der Theorie und der Praxis. Muhammet
Die Folgen von Alkoholmissbrauch waren mir vorher nicht so klar. Assana
Ich glaube, ich werde auf der nächsten Fete sagen, dass ich nur Cola trinke. Mal sehen, was die anderen sagen. Sebastian E.
So still ist es bei uns im Unterricht nicht immer. Frau Lienesch






