Martinuslauf 2017

Die Martinusaktion in der Gemeinde Aldenhoven hat eine lange und erfolgreiche Tradition. Wir leisten mit unserem Martinuslauf einen erheblichen Beitrag zum Erfolg. Auch in diesem Jahr trugen wir unseren Lauf im Karl-Knipprath-Stadion in Jülich aus, weil es dortzeine Laufbahn, eine Tribüne und sanitäre Anlagen gibt.
Die Martinusaktion 2017 hat das Motto "Satt allein reicht nicht aus".

Mit ihrem Erlös soll die Arbeit der Schweizer Sozialanthropologin Ursula Regehr unterstützt werden. Sie widmet sich gemeinsam mit ihrem Team den Totobiegosode, einem der letzten Indianervölker im Chaco, dem Grenzgebiet zwischen Bolivien und Paraguay.
Ihnen wird durch z.T. illegale Landnahme, Raub und Besetzung von Wasserstellen, illegale Einwanderung von Siedlern und Holzfällern, Rodung großer Waldflächen und erzwungene Sesshaftmachung gewaltsam der Lebensraum geraubt.
Dies hat zur Folge, dass die Totobiegosode ihre Identität, Kulturtechniken und eigene Geschichte verlieren. Im Gegenzug leiden sie unter den "Errungenschaften" westlicher Kultur: Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht, Karies, Gicht und Krebs sind weit verbreitet.

Ursula Regehr und ihr Team leisten aber nicht nur Aufklärungsarbeit über ausgewogene Ernährung, sie widmen sich der jungen Generation, die - verlockt durch die oberflächlichen Reize der Zivilisation - ihre Wurzeln verliert.
Der Erhalt jahrhundertelanger Lebensweisen und Kulturtechniken ist ebenso Ziel wie eine wirtschaftliche Unabhängigkeit und politische Selbstbestimmung. Dabei führt das Projekt auch immer wieder unsere eigene schuldhafte Verstrickung vor Augen: damit wir Würstchen grillen können, wird im Chaco der Tropenwald abgeholzt und u.a. zu Holzkohle verarbeitet, die freien Flächen für Viehzucht und Sojaanbau ausgebeutet.
Ursula Regehr nimmt sich der Totobiegosode an und braucht unsere Unterstützung!

In diesem Jahr sah es etwas übersichtlicher aus im Jülicher Karl-Knipprath-Stadion, gibt es doch an unserer Schule nur noch ca 80 Schüler und Schülerinnen in 4 Klassen. Und doch waren fast alle Schüler und Schülerinnen der Käthe-Kollwitz-Realschule am Start und drehten ihre Runden.
Einige ließen es sich nicht nehmen richtig zu laufen, andere gestalteten es etwas gemütlicher, indem sie ihre Strecke im langsamen oder schnelleren Gehen absolvierten.
Dabei wurde manche Runde auch mit einer Süßigkeit belohnt. Viele schafften 30 und mehr Runden (á 400m).
Wir hoffen natürlich, dass trotz der minimierten Schülerzahl wieder eine erkleckliche Summe durch Spenden und Sponsorengeldern zusammenkommt.

Bildimpressionen vom Martinuslauf

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